Studienreisen und Radtouren - Archiv  

Zwei „Platte“ und Glück mit dem Wetter


18 aktive Senioren/-innen nahmen an der diesjährigen Radtour der Europäischen Senioren-Akademie teil. Sie führte vom 02. – 06. September in den „Mühlenkreis“ Minden-Lübbecke. Die Stimmung in der Gruppe war von Anfang an gut, obwohl „durchwachsenes“ Wetter vorausgesagt war. Entgegen der Voraussage kam die Gruppe jedoch jeden Abend trocken nach Hause – weil die seltenen Regenschauer dann kamen, wenn man zu einer Pause eingekehrt war. „Wenn mir jemand zu Beginn der Tour gesagt hätte, wir kommen trocken durch, dann hätte ich ihn für verrückt erklärt“, war dann auch das Wetterfazit eines Teilnehmers – und mit einem verschmitzten Lächeln fügte er hinzu: „aber wir haben es uns auch verdient.“ Dabei bezog er sich vor allem auf den anstrengenden dritten Tag, an dem die Gruppe stundenlag gegen einen starken Wind ankämpfen musste. 

Am Ankunftstag lernte die Gruppe bei einer Führung im Museumhof Rahden altes bäuerliches Leben und Arbeiten kennen. Danach „erfuhren“ die Hobbyradler in Tagesetappen von ca. 50 bis 65 Kilometern die Mühlenroute und besichtigten einige der insgesamt über 35 Mühlen am Wege. Selbstverständlich waren unterwegs ausreichend Pausen zur Stärkung mit Kaffee und Kuchen vorgesehen. Den Abschluss der Woche bildete eine informative Führung durch das „Große Moor“ bei Hille.

„Eine zum Teil anstrengende, aber insgesamt sehr lohnende Tour“, darüber waren sich nachher alle einig. Daran änderten auch die beiden Plattfüße nichts, die mit dem nötigen Sachverstand schnell behoben waren.

Wie Klemens Telaar von der Europäischen Senioren-Akademie mitteilt, ist bereits eine neue Radtour geplant: im Mai des nächsten Jahres soll es zur Rhododendronblüte ins Ammerland gehen. 


Radtour „Rund um Rietberg“

 

20 aktive Senioren/-innen nahmen an der diesjährigen Radtour der Europäischen Senioren-Akademie teil. Sie führte vom 01. – 05. September ins ostwestfälische Rietberg. Die Stimmung in der Gruppe konnte nicht besser sein, obwohl bereits bei der ersten Tour nach nicht einmal 5 Minuten der erste Reifen „platt war“. Allerdings blieb das bis zum Ende der Woche der einzige Zwischenfall.

Am Ankunftstag lernte die Gruppe bei einer Stadtführung den historischen Kern der „Stadt der schönen Giebel“ kennen. Danach „erfuhren“ die Hobbyradler bei schönstem Radfahrwetter die Emsauen bis nach Rheda-Wiedenbrück, Gütersloh, Delbrück und Schloss Holte-Stukenbrock. Die geführten Tagesetappen hatten eine Länge von ca. 50 bis 65 Kilometern; selbstverständlich waren unterwegs ausreichend Pausen und interessante Besichtigungen vorgesehen, zum Beispiel am Schloss Rheda, im Botanischen Garten Gütersloh, am alten Römerlager in Delbrück oder im Naturschutzgebiet „Steinhorster Becken“. Abschluss der Woche bildete eine gemütliche und informative Fahrt mit dem Rieti-Express durch das Gelände der ehemaligen Landesgartenschau.


Gute Laune trotz Regenschauer


Bei "durchwachsenem Wetter" nahmen vom 09. - 13. September 20 aktive Senioren aus Bocholt und Umgebung an der diesjährigen Radtour der Europäischen Senioren-Akademie teil. Vom Standort Lobberich aus "erfuhren" die Hobbyradler die typische Landschaft zwischen Mönchengladbach und Venlo mit ihren Heidegebieten, Wäldern und Bruchlandschaften. Die geführten Tagesetappen hatten eine Länge von ca. 50 Kilometern.

 

 

Rund um Natur und Kultur gab es am Wegesrand viel zu entdecken: es ging entlang ruhiger naturbelassener Fluss- und Seeufer an denen versteckt liegende Wassermühlen lagen oder vorbei an Rieddachgehöften, Burgen und Herrensitzen. Zum Erstaunen der Teilnehmer führte sogar eine Tour an der Burg Bocholt aus dem 13. Jahrhundert vorbei.

 

 


Das "Alte Land" - der Obstgarten vor den Toren Hamburgs


Dass es sich lohnt, den Obstgarten an der Elbe auch im Herbst zu erkunden, erlebten 25 aktive Senioren und Seniorinnen vom 12. bis 16. September 2011 bei einer geführte Fahrradtour im Alten Land. Und das nicht nur, weil um diese Zeit die leckeren Früchte reif waren.

Eingebettet in die reizvolle Landschaft lagen reich verzierte Altländer Fachwerkhäuser, am Wegesrand luden Hofläden und Cafés zum Besuch ein und auf dem Elbdeich konnte man "große Pötte gucken". Auch die etwas weiter landeinwärts liegenden Gebiete hatten ihre Reize: es wurden kleine Flussniederungen, ausgedehnte Moorgebiete und die Stader Geest „erfahren“.  Einsame Moorhöfe und beschauliche Dörfer mit imposanten Reetdachhäusern und viel Kulturgeschichte lagen dabei am Wegesrand. Mit Jork und Buxtehude wurden zwei malerische mittelalterliche Städte besucht.

Standort der Raderlebniswoche war das vom ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) als fahrradfreundlicher Gastbetrieb zertifizierte „Hotel an der Linah“. Es lagt in unmittelbarer Nähe der wunderschönen Buxtehuder Altstadt und bot alles, was das Radfahrerherz begehrt.


Brüssel zum Kennenlernen - "Hauptstadt" der EU - Stadt des Lebens und Genießens

 

Unter diesem Motto fuhren Mitarbeiter/-innen der Caritas Ahaus gemeinsam mit Angehörigen vom 07. – 10. April nach Brüssel. Dort hatte die Europäische Senioren-Akademie ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet: eine Kombination aus Freizeit und Genießen aber auch Information und Bildung sollen Kennzeichen der Fahrt ist sein.

Die Gruppe war im 4-Sterne-Hotel Scandic Grand Place untergebracht. Die zentrale Lage – durch die Sankt Hubertusgalerie waren es nur 3 Gehminuten zum Großen Markt – war ideal, um bei herrlichem Frühlingswetter Brüssel zu genießen.

Einen ersten Einblick in die sprichwörtliche Brüsseler "Kunst zu Leben" vermittelte ein geführter Rundgang durch die Innenstadt. Der „Groote Markt“ mit seinen historischen Häusern, die Sankt Hubertusgalerie (erste überdachte Einkaufstraße Europas), die berühmte „Fressmeile“ rund um die Rue des Bouchers und die Rue du Marché aux Herbes waren hier wichtige Stichworte. Doch nicht nur die typischen Touristenattraktionen waren Gegenstand der Stadtführung, wichtige Bezüge zur aktuellen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Situation wurden bei der Führung auch durch weniger attraktive Stadtviertel vermittelt. 

Ein Abstecher in die große Politik erfolgte beim Besuch im Europäischen Parlament. Bei einem Referat bekam die Gruppe wichtige Informationen über die manchmal etwas komplizierte Europäische Einigung, die Besichtigung wurde abgerundet durch einen Blick in den eindruckvollen Plenarsaal mit seinen 26 Dolmetscherkabinen.

Zeit zur Entspannung und interessante Einsichten in die Kunst der belgischen Bierbrauer versprach ein Besuch einer traditionellen Brauerei, in der noch das typische belgische „Gueuze-Bier“ mit seinen vielen Geschmacksrichtungen hergestellt wird. Die Führung entsprach ganz den hohen Erwartungen der Teilnehmer, der Geschmack des Bieres bei der anschließenden „Entdeckungsverkostung“ stellte sich jedoch als „interessant“ heraus.

Bei der Stadtrundfahrt am Folgetag lernte die Gruppe erneut einiges über die gesellschaftlichen Entwicklungen in Brüssel, die der Stadtführer an Beispielen in vielen Stadtteilen erläuterte; die Teilnehmer vermissten jedoch bedeutende Sehenswürdigkeiten in den Außenbezirken Brüssels wie den königlichen Palast, den Triumphbogen im Jubelpark, das Atomium und den japanischen oder den chinesischen Pavillon im königlichen Park Laken.

Ums „Genießen“ ging es nochmals bei einer Führung im „Museum Kakao und Schokolade“; hier konnte man nach einer informativen Führung zur Geschichte des Kakaos einem Schokoladenmeister über die Schultern schauen; er gab Tipps, wie man mit einfachen Formen selber Schokoladenfiguren herstellen kann.

Abgeschlossen wurde die Städtereise auf der Rückfahrt mit einem Abstecher in die alte Universitätsstadt Löwen. Besondere Beachtung fanden das prächtige gotische Rathaus sowie der einmalige „Große Beginenhof“ aus dem 13. Jahrhundert mit seinem Wohnkomplex aus dem 17. Jahrhundert, der heute von Studenten und Mitarbeitern der Universität genutzt wird.    . . . und dass Löwen nicht „von Gestern ist“ spürte man auf dem Alten Markt mit seinen vielen kleinen Kneipen und Restaurants. 

 

 

 

 

 


"Berlin ist eine Reise wert" 


Unter diesem Motto fuhren Mitarbeiter/-innen der Caritas Ahaus gemeinsam mit Angehörigen vom 25. – 28. Februar nach Berlin. Vormittags konnten die 26 Personen an einem von der Europäischen Senioren-Akademie vorbereiteten Programm teilnehmen, der Nachmittag stand für eigene Aktivitäten zur Verfügung. 

 

Einen ersten Überblick vermittelte die Stadtrundfahrt „auf den Spuren der jüngeren deutschen Geschichte“. Sie führte nicht nur zu den bekannten Attraktionen Berlins wie den Reichstag, das Brandenburger Tor oder die erhaltenen Reste der Mauer mit der „East Side Gallery“, ebenso erfuhren die Gäste, dass es rund um den Kreuzberg, der höchsten Erhebung in Berlin, Wohnquartiere gibt, die gar nicht in das verbreitete Bild vom Leben im Stadtteil Kreuzberg passen. Ruth Gaebler, eine echte Berlinerin, verstand es, Informationen und Anekdoten zur politischen Vergangenheit und Gegenwart der Hauptstadt so miteinander zu verknüpfen, dass „Geschichte auch sehr interessant sein kann“, wie eine Teilnehmerin an der Studienreise bemerkte.

Am folgenden Tag berichteten Matthias Melster und Cliewe Juritza bei einer Führung in der Gedenkstätte Hohenschönhausen vom Umgang der DDR mit politischen Gefangenen. Beide waren wegen versuchter Republikflucht verurteilt worden und konnten als ehemalige Häftlinge besonders eindringlich von den Haftbedingungen und den Verhörmethoden der Stasi berichten. Sichtlich beeindruckt verließ die Gruppe das Gefängnis, vor allem wegen der Information von Melster und Juritza, „dass die ehemaligen Gefängnismitarbeiter noch immer als normale Bürger in Hohenschönhausen wohnen und uns jederzeit begegnen können.“

Ein Besuch im Reichstag mit Führung auf der Besuchertribüne des Bundestages durfte natürlich nicht fehlen. „Kein Gebäude in Deutschland ist so eng mit wichtigen Wendepunkten in der deutschen Geschichte verknüpft wie der Reichstag in Berlin“, berichtete der Mitarbeiter des Besucherdienstes und belegte dies mit eindrucksvollen Beispielen. Selbstverständlich informierte der Redner auch über die Arbeitsweise des Bundestages und das Konzept des englischen Architekten Sir Norman Foster, der den Reichstag in seiner heutigen Form gebaut hat.

Zum Abschluss des Programms hatte die Gruppe Gelegenheit zum Besuch der Kuppel des Reichstages, die den ersten Eindruck von Technik und Konzept Fosters bestätigte und zudem einen herrlichen Rundumblick über Berlin ermöglichte.

Außerhalb des vorbereiteten Programms hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausreichend Zeit, eigene Aktivitäten zu entwickeln. Durch die zentrale Lage des Hotels zwischen Kurfürstendamm und Potsdamer Platz mit U-Bahnhof unmittelbar am Hotel konnten weitere interessante Orte leicht erreicht werden: Alexanderplatz, Nikolai-Viertel, Gendarmenmarkt, Unter den Linden, Museumsinsel, Hackescher Markt . . . um nur einige zu nennen. So nahmen sich neben dem üblichen Bummel über den Ku´damm viele ein festes Programm vor und besuchten Veranstaltungen wie „Qi“ - Berlins größte Show im Friedrichstadtpalast, „Holiday On Ice“ im Tempodrom Kreuzberg/Friederichshain, das Kabarett „Die Stachelschweine“ in der Tauentzinstraße oder auch das Bundesligaspiel Hertha BSC – 1899 Hoffenheim im Olympiastadion.

Alle Teilnehmenden waren am Ende mit der Studienfahrt zufrieden. Ein Teilnehmer drückte es wie folgt aus: „Stimmt, Berlin ist immer noch und immer wieder eine Reise wert. Besonders dann, wenn man gleichzeitig etwas lernen und sich erholen kann.“

Klemens Telaar, Leiter der Studienreise, nahm dies zum Anlass, um bereits auf zukünftige Planungen hinzuweisen: im Jahr 2011 soll es nach Brüssel gehen.

 

 

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