Ihre Ansprechpartnerin:

Dr. Jutta Hollander

 
Ihr Ansprechpartner:

Klemens Telaar

 
"Stark sein! Wünsche leben, Geschichte leben, mit dem Sterben leben - Die Entwicklung und Erprobung eines person-zentrierten palliativen Kurskonzepts mit Menschen mit geistigen Behinderungen"  
 

Stark sein!

Wünsche leben, Geschichte leben, mit dem Sterben leben

Entwicklung und Erprobung eines person-zentrierten palliativen Kurskonzepts

mit Menschen mit geistigen Behinderungen

Kurzbeschreibung des Projektes

Das vorangegangene Projekt („Anforderungen an eine hospizliche und palliative Begleitung von älteren Menschen mit Behinderungen“) hat gezeigt, dass Menschen mit Behinderungen in ihrem Leben, aber speziell auch in existentiellen Situationen genau wissen, was und wer ihnen gut tut. Auf dieser Basis soll von Menschen mit Behinderungen und ihren Begleitenden ein Kurskonzept entwickelt werden, in dem Menschen mit Behinderungen ihre Lebensgeschichte reflektieren und so stark werden, um Kollegen und Kolleginnen in palliativen Situationen zu unterstützen.


Dazu wird von der Europäischen Senioren-Akademie (ESA) und Mitarbeitenden aus einer Piloteinrichtung ein empowerment-gestütztes Kurskonzept auf der Basis des person-zentrierten Ansatzes erstellt.


Nach Fertigstellung eines praktikablen Entwurfs wird das Konzept in der Piloteinrichtung mit 6 - 8 interessierte Menschen mit Behinderungen erprobt. Sie setzen sich im Rahmen einer angeleiteten Kursreihe zunächst selbst mit persönlichen biografisch bedeutsamen Themen und Fragen auseinander. So beispielsweise mit der Frage, in welchen Situationen im Leben sie sich besonders gut fühlen/gefühlt haben, was es heißt, stark und selbstbewusst zu sein und wie es gehen kann, andere stark zu machen in schwierigen Lebenssituationen – insbesondere am Lebensende. Dabei erarbeiten sie in der Gruppe Materialien (Fotos, Andenken, Bilder etc.), die ihre persönlichen Wünsche, Vorlieben und Vorstellungen symbolisieren und/oder real darstellen. Diese Dinge sammelt jede Person in einer Schatzkiste/ einem Lebensbuch, die bei den Teilnehmenden verbleiben und stetig verändert oder erweitert werden können.

Ein Rückgriff auf diese Sammlung von Erinnerungen, Erlebnissen und Erfahrungen stärkt die Menschen am Lebensende, kann Gesprächsanlässe und Kontaktmöglichkeiten eröffnen und beleben und so die Palliative Praxis unterstützen.


Der Kurs wird anschließend unter Beteiligung der Menschen mit geistiger Behinderung reflektiert,  sie werden dabei als Experten in eigener Sache einbezogen. So gestalten sie die Weiterentwicklung des Umsetzungskonzeptes nach eigenen Wünschen mit.

Das so überarbeitete Kurskonzept wird dem Teilhabeforschungskolloquium an der katholischen Hochschule Münster im Rahmen eines Expertenhearings vorgestellt. Das Gremium setzt sich aus verschiedenen Vertretern von Hochschulen, Trägern und Dienstleistern der Behindertenhilfe zusammen.


Anschließend wird das Konzept in zwei weiteren regionalen Einrichtungen durchgeführt und mit allen Beteiligten ausgewertet.


Fachtag am 07.Mai 2014

Im Rahmen eines abschließenden inklusiven Fachtages , der sich didaktisch und methodisch speziell an den Fähigkeiten und Fertigkeiten der teilnehmenden Menschen mit Behinderungen ausrichtet, werden die Projektergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt.


Programm des Fachtags  [Download pdf]

Fazit zum Fachtag  [Download pdf]

Presseartikel zum Fachtag  [Download pdf]

 

Fotos zum Fachtag:

 

Bernhard Herdering, Geschäftsführer der Europäischen Senioren-Akademie (stehend) sowie die beiden Akademie- und Projektleiter Dr. Jutta Hollander und Klemens Telaar bei der Eröffnung des Fachtages:

 

Material für die Kurseinheit „Das ist mir heute wichtig. Und das wünsche ich mir für mein weiteres Leben“:

 

Frank Walke bei der Vorstellung seines „Lebensbuchs“:

 

Einige Arbeitsblätter konnten von den Teilnehmenden ausprobiert werden:

 

 



Das Projekt wird gefördert von der Robert Bosch Stiftung.  

 

 

 

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